Häkeln die vielseitige Handarbeitstechnik
Kaum eine andere Handarbeitstechnik ist so vielseitig wie das Häkeln. Je nach Garnqualität entstehen zarte, filigrane Spitzen, für die es die schönsten
traditionellen Muster gibt, oder kuschelig warme Pullis und Mützen und superleichte Schultertücher. Sogar den Laufsteg hat sich die Häkelkunst erobert.
Inspiriert von der breiten Palette interessanter Muster und möglicher Kombinationen, entwickeln die Modedesigner raffinierte Kreationen, die so manche
Anregung geben. Die attraktiven Häkelmuster, einschließlich der vielen hübschen Borten und Bordüren, eignen sich aber auch zur Gestaltung von Tagesdecken,
Kissen und modischen Accessoires. Beliebt sind nach wie vor nostalgische Spitzendeckchen aus feiner Baumwolle sowie bunte Patchworkdecken, bei denen Sie
all Ihre Garnreste verwerten können. Als Handwerkszeug benötigen Sie lediglich eine Häkelnadel und Garn. Sie arbeiten mit fortlaufendem Faden, dabei bleibt
aber stets nur eine Arbeitsmasche auf der Nadel.
Häkeln die Grundtechniken
Die Häkelnadel wird zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand gehalten, vorne gestützt vom Mittelfinger. Der Haken der Nadel ist auf die linke
Hand gerichtet. Der Faden läuft über Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand. unter dem Ringfinger durch und wieder über den kleinen Finger. Bei
dieser Haltung läßt sich die Spannung des Fadens sehr gut regulieren. Wenn man die Finger dicht zusammenhält, läuft der Faden schwerer durch und wird
fester gespannt.
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Schlingenhäkelei
Aus Schlingenhäkelei kann man Ränder, Besätze, aber auch ganze Kleidungsstücke, Mützen und Kissen arbeiten. Dabei lassen sich auch mehrfarbig sehr hübsche
Wirkungen erzielen, so daß sich diese Technik gut zur Resteverwertung eignet. Damit die Schlingen gleichmäßig in der Länge werden, benötigt man einen
Gegenstand, um den sie gehäkelt werden können: etwa ein flaches Stäbchen oder einen Pappstreifen.
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Die klassische tunesische Häkelarbeit
Tunesische Häkelarbeit unterscheidet sich in der Arbeitsweise von der sonst üblichen Art des Häkelns, da die Maschen nicht einzeln, sondern reihenweise
in jeweils 2 Arbeitsgängen (einem Hin - und Rückweg) fertiggestellt werden. Beide Arbeitsgänge zusammen ergeben erst 1 Reihe. Außerdem wird die Arbeit
nicht von Reihe zu Reihe gewendet, wie das sonst der Fall ist, sondern es wird immer nur auf der Vorderseite gehäkelt.
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Die Irische Häkelei
Irische Häkelei besteht aus typischen Blüten und Blattformen, die häufig um einen Einlegefaden gearbeitet werden, dadurch wirken sie besonders
plastisch. Diese einzelne Motive und Ornamente können in einen Netzgrund aus Luftmaschenbogen eingehäkelt werden.
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Material und Arbeitsmittel zum Häkeln
Häkelnadeln gibt es in verschiedenen Materialien und vielen Größen. Dünnere Nadeln sind meist aus Stahl, dickere aus Aluminium, Plastik oder Holz. Von
billigen Plastiknadeln ist abzuraten, da der Kantenschliff oft ungenügend ist. Entsprechende Garne erhalten Sie mit den Angaben der Lauflänge und oft auch
mit der empfohlenen Nadelstärke. Für Anfänger eignet sich ein weiches, dickeres Garn, da es sich bei der Arbeit nicht verdreht.
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Erste Schritte beim Häkeln
Beim Häkeln wird wie beim Stricken mit fortlaufendem Faden, aber mit nur einer Nadel gearbeitet. Sie beginnen mit einer Fadenschlinge, ziehen den Faden für
die erste Masche hindurch und arbeiten so weiter in Luftmaschen die Anschlagreihe, auf der die folgenden Reihen aufbauen. Die Haltung der Nadel und die
Fadenspannung sind individuell verschieden. Bei den beiden gängigsten Methoden läuft der Faden über den Mittelfinger bzw. den Zeigefinger.
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Grundmaschen beim Häkeln
Häkeln ist sehr einfach zu erlernen, da alle Grundmaschen in derselben Art und Weise gearbeitet werden. Neben Luft - und Kettmaschen gibt es fünf
gebräuchliche Grundstiche, die in der Höhe variieren (alle weiteren Stiche werden sehr selten benutzt). Der Unterschied in Höhe oder Länge der Maschen
hängt von der Anzahl der Umschläge ab. Die einzelnen Sticharten sind auf der Vorderseite flacher ausgebildet als auf der Rückseite.
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Arbeitsanleitung Grundmaschen
Beim Arbeiten der Grundmaschen auf die Anschlagkette sticht man die Nadel von vorne nach hinten nur in die obere Schlinge der Luftmasche. Bei allen
folgenden Reihen werden, soweit nichts anderes angegeben, beide Fäden auf die Nadel genommen. Die Arbeit am Ende jeder Reihe wenden und zusätzliche
Luftmaschen, die sogenannten Wendemaschen, häkeln, um die Nadel auf die Höhe der nächsten Reihe zu bringen.
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Grundmaschen-Variationen beim Häkeln
Interessante Strukturen entstehen durch Veränderung der Einsticharten und Positionen. Die Nadel wird beim Einstechen zum Beispiel unter nur eine oder
beide oberen Schlingen geführt, sie kann zwischen zwei Maschen einstechen oder um eine Masche der Vorreihe herumgreifen. Alle Grundmaschen lassen sich
auf diese Weise interessant variieren, dabei entstehen die unterschiedlichsten Ergebnisse.
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Häkeln nach Mustervorlage
In Häkelanleitungen findet man häufig Abkürzungen, die angeben, wie viele und welche Maschen zu arbeiten sind und in welcher
Position die Nadel eingestochen wird. Ein gutes Gelingen der Arbeit setzt voraus, daß Ihnen diese Abkürzungen geläufig sind.
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Maschenzunahme beim Häkeln
Viele Häkelarbeiten bestehen aus rechteckigen Teilen und werden durchgängig mit derselben Maschenzahl gearbeitet. Wenn Sie die Form jedoch verändern
müssen, können zur Erweiterung eines Häkelteils Maschen entweder am Reihenanfang und Reihenende oder innerhalb einer Reihe zugenommen werden.
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Die Maschenprobe beim Häkeln
Die Anzahl der Maschen und Reihen, die für ein Modell erforderlich ist, hängt von der Garnart, der Nadelstärke, dem Muster und der individuellen
Arbeitsweise ab. Jede Anleitung beginnt mit der Maschenprobe, die angibt, wie viele Maschen und Reihen eine bestimmte Fläche ausmachen. Da auf
diesen Angaben alle weiteren Schnittmaße basieren, erhalten Sie die richtige Größe nur, wenn Sie in der erforderlichen Maschendichte arbeiten.
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Die Maschenabnahme beim Häkeln
Damit eine Häkelarbeit die gewünschte Form erhält, können Maschen am Anfang und am Ende einer Reihe oder auch mehrmals innerhalb der Reihe abgenommen
werden. Beim Auslassen einzelner Maschen entstehen allerdings kleine Löcher, die jedoch dekorative Zwecke erfüllen können. Ein geschlossenes Maschenbild
ergibt sich, wenn für die Abnahme zwei oder mehrere Maschen zusammengehäkelt werden.
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