Sticken gehört zu einer der ältesten Handarbeitstechniken
Sticken gehört zu den ältesten Handarbeitstechniken und läßt sich in Europa bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Damals stand diese schöne Kunst
vornehmlich im Dienst der Kirche. Museen in aller Welt zeigen heute noch stattliche Sammlungen, angefangen von bestickten Gewändern, Taufkleidern und
Mustertüchern bis hin zu Wandteppichen, bezogenen Dosen und Altarbildern. Die reiche Auswahl dekorativer Stiche sowie ihre Kombinations und
Einsatzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Stoffen bieten einen großen Gestaltungsspielraum. Außer dem traditionellen Kreuzstich, der sich heute wieder
großer Beliebtheit erfreut, gibt es eine Fülle von Stickstichen, die sich zum Verzieren von Kragen, Manschetten und Taschen eignen. Ebenso lassen sich
Bett- und Tischwäsche mit Ornamenten und Monogrammen individuell gestalten. Neben Garnen aus Seide, Wolle oder Baumwolle wurden auch früher schon
Metallfäden, Perlen und Pailletten verarbeitet, um schillernde Effekte zu erzielen.
Das Sticken Vorbereiten
Wichtig für das Gelingen einer Stickarbeit sind zunächst einmal gute Lichtverhältnisse und eine bequeme Arbeitshaltung. Zum Sticken sollte eine Nadel
verwendet werden, die zum Garn und zum Stoff paßt. Achten Sie auf eine gleichmäßige Fadenspannung, damit sich der Stoff nicht verzieht. Stechen Sie
möglichst senkrecht ein und aus, und ziehen Sie den Faden vorsichtig durch den Stoff.
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Stickmotive richtig Übertragen
Es gibt fünf Möglichkeiten, eine Motiv - Vorlage auf Stoff zu übertragen. Hier werden Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten näher vorgestellt. Die
Auswahl der geeigneten Methode hängt von der Art des Stickmotivs und der Stoffstruktur ab. Zunächst den Stoff bügeln, zuschneiden und die Kanten
versäubern. Die Stickvorlage exakt auf dem Stoff plazieren.
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Material und Arbeitsmittel zum Sticken
Bei jeder Stickarbeit haben Sie die Wahl zwischen verschiedensten Stoffen und Garnen, die immer wieder eine andere Wirkung erzeugen. Ein wichtiges
Auswahlkriterium ist die Eignung für den speziellen Verwendungszweck. Eine Kissenhülle etwa verlangt nach einem strapazierfähigen, waschbaren Stoff.
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Stickrahmen die nützlichen Helfer beim Sticken
Stickrahmen halten den Stoff während des Stickens gespannt. Bei kleinen Stickvorhaben sind sie kein unbedingtes Muß, doch sie erleichtern die Handhabung
und gewährleisten ein gleichmäßiges Arbeiten der Stiche. Ein weiterer Vorteil: Da der Rahmen und nicht der Stoff in der Hand liegt, kann der Stoff nicht
so leicht verschmutzen. Zur Verfügung stehen eckige und runde Rahmen. Der runden Form wird meist der Vorzug gegeben.
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Die Weiss Stickerei
Die Weißstickerei wird, wie der Name schon sagt, überwiegend mit weißem Garn auf weißem Stoff gearbeitet. Sie umfaßt eine ganze Gruppe von Stichen, von
denen wir Ihnen hier einige wichtige erklären möchten. Das sind, der Stielstich, der Schnurstich, der Plattstich, der Bindlochstich und der
Langettenstich
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Grundstiche Kreuzstich Stickerei
Hier finden Sie die Grundstiche für die Kreuzstich - Stickerei, ergänzt um den Knötchenstich, mit dem Flächen akzentuiert und Motivdetails
hervorgehoben werden. Aufgeführt werden auch zwei Kreuzstichvariationen, bei denen Vorder und Rückseite schön aussehen. Sie eignen sich
besonders für Stickereien, die im Gebrauch beidseitig zu sehen sind.
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Der einfache Kreuzstich
Der einfache Kreuzstich ist vermutlich der meist verwendete aller Zierstiche. Er ist schnell zu lernen und kann einzeln oder in Reihen gearbeitet
werden. Ein Stich füllt ein Quadrat. Mustervorlagen lassen sich also mit Buntstiften problemlos auf Kästchenpapier darstellen oder können auch
gut selbst entworfen und gestaltet werden.
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Die Flachstiche
Die Vielfalt der Stickstische scheint fast endlos. Tatsächlich aber handelt es sich um Abwandlungen einiger Grundstiche, die in vier Gruppen
unterteilt werden: Flach-, Kreuz-, Schling- und Knotenstiche. Die Flachstiche sind vielleicht am einfachsten zu erlernen.
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Interessante Strukturen mit Knotenstichen
Mit Knotenstichen lassen sich interessante Strukturen erzeugen, die besonders schön und plastisch mit dickerem Garn zur Geltung kommen. Das Garn
wird um die Nadel geschlungen und dann die Nadel hindurchgezogen. Danach liegt das Garn als Knoten oder verschlungenes Bändchen auf dem Gewebe.
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Alle Schlingstiche bestehen aus Schlingen
Der Kettenstich ist in dieser Kategorie an erster Stelle zu nennen. Er kann mit dickem Garn ebenso gearbeitet werden wie mit feinem Seidengarn und
läßt sich sehr vielseitig einsetzen. Alle zur Gruppe der Schlingstiche gehörenden Stiche bestehen aus Schlingen
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Die Garnapplikation bietet viele Möglichkeiten
Bei der Garnapplikation werden Fäden auf den Stoff aufgelegt und in regelmäßigen Abständen mit gleich oder andersfarbigem Garn angenäht. Sogar
ganze Fadenstränge können Sie auf diese Weise applizieren und dadurch den Stoff schnell und leicht mit reliefartigen Mustern verzieren.
Außerdem bietet die Garnapplikation die Möglichkeit, strukturierte und Metallgarne, die sich nicht durch den Stoff ziehen lassen, zu
verarbeiten.
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