Das Sticken Vorbereiten

 

Wichtig für das Gelingen einer Stickarbeit sind zunächst einmal gute Lichtverhältnisse und eine bequeme Arbeitshaltung. Zum Sticken sollte eine Nadel verwendet werden, die zum Garn und zum Stoff paßt. Achten Sie auf eine gleichmäßige Fadenspannung, damit sich der Stoff nicht verzieht. Stechen Sie möglichst senkrecht ein und aus, und ziehen Sie den Faden vorsichtig durch den Stoff. Hat sich der Arbeitsfaden einmal stark verdreht, was vor allem bei Knotenstichen passieren kann, lassen Sie ihn mit der Nadel für kurze Zeit frei herunterhängen, bis er wieder gerade ist. Besonders bei Arbeiten, die später stark beansprucht werden, zu lange Stiche vermeiden. Man bleibt leicht an ihnen hängen, dabei verziehen sie sich oder reißen sogar. Aus dem gleichen Grund auf der Rückseite der Arbeit Spannfäden von über 2 cm zwischen den Stichen vermeiden. Vernähen Sie in diesem Fall den Arbeitsfaden, und beginnen Sie mit einem neuen Faden.
Das Sticken Vorbereiten

Kanten versäubern

Bei sehr locker gewebten Stoffen müssen die Kanten vor Beginn der Arbeit versäubert werden, damit sie nicht ausfransen. Dafür gibt es drei verschiedene Methoden. Auch die Rückseite einer Stickarbeit sollte ordentlich aussehen, dazu müssen die Fadenenden vernäht werden. Wichtig ist auch, daß die einzelnen Arbeitsfäden nicht zu lang sind. Schneiden Sie sie bei größeren Flächen vorher zu.
Das Sticken Vorbereiten

Versäubern der Stoffkanten

Das Versäubern der Stoffkanten verhindert, daß sie ausfransen. Es ist besonders bei locker gewebten Stoffen eine unerläßliche Maßnahme. Die Kanten entweder abkleben, mit der Maschine im Zickzackstich umnähen oder einschlagen und absteppen.

Stoff Zuschneiden

Der Stoff sollte ringsum 5 cm breiter als das gesamte Stickmotiv sein. Wenn Sie die fertige Stickerei aufziehen oder rahmen möchten, beträgt die Randzugabe ringsum 10 cm. Den Stoff unbedingt fadengerade, d.h. den Schuß - und Kettfäden folgend, zuschneiden.
Das Sticken Vorbereiten

Fäden Vorbereiten

Die Stickfäden sollten höchstens 45 cm lang sein. Längere Fäden verknoten sich leicht, werden matt und fransen aus.

Wird eine größere Fläche in einer Farbe bestickt, die Garnstränge vor Beginn der Arbeit in 45 cm lange Abschnitte teilen. Die Bündel längs zur Hälfte legen und unterhalb des Knicks zusammenbinden.

Sticktwist, Mattstickgarn und die meisten Stickwollen sind locker gedreht und lassen sich gut teilen. Am besten teilt man das Garn erst dann, wenn es auch benötigt wird.

Fäden Vernähen

Fadenanfänge und Fadenenden werden nicht verknotet, da Knoten kleine Unebenheiten ergeben können, sondern mit einem Rückstich oder unter bereits vorhandenen Stichen auf der Rückseite vernäht.
Das Sticken Vorbereiten

Faden einfädeln

Einen neuen Faden einfädeln und auf der Rückseite unter einigen Stichen hindurchziehen. Das Fadenende wird später vorsichtig abgeschnitten. Ausstechen und weitersticken.
Das Sticken Vorbereiten

Fadenende abschneiden

Ist der Faden aufgebraucht, sollte man auf der Rückseite über eine Länge von 2 bis 4 cm unter einer Stichreihe hindurch stechen und anschließend das Fadenende abschneiden.
 
 
Zurück zur Übersicht Sticken       Zurück zur Hauptübersicht