Katze mit Wolle

Bügeln von Strickteilen, dämpfen und spannen

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Bügeln von Strickteilen, dämpfen oder spannen ergibt ein gleichmäßiges Maschenbild und sollte vor dem Zusammennähen der Strickarbeit erfolgen

Bügeln von Strickteilen unsachgemäß ausgeführt oder nachlässiges Nähen kann das Kleidungsstück schnell verderben,  daher empfiehlt es sich, diese Arbeiten in aller Ruhe Schritt für Schritt zu erledigen. Sind alle Teile gestrickt, werden sie zusammengesetzt.


bügeln von Strickteilen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bügeln von Strickteilen

Die Einzelteile werden meistens zuerst gedämpft. Der Druck des Bügeleisens auf die Strickarbeit darf nicht zu groß sein. Vor dem Dämpfen von Stricksachen muß man folgende Punkte beachten:

1. Wurde ein natürliches oder ein synthetisches Garn verwendet?

2. Darf die Maschenart gebügelt werden?

3. Sind auf dem Papierband der Wolle besondere Angaben zur Fertigstellung gemacht?


Garnarten

Garne aus Naturfasern wie Wolle, Angora, Mohair, Seide oder Baumwolle können unter einem feuchten Tuch gebügelt werden. Ist das Teil in einem Muster mit Angora oder Mohair gestrickt, dann ist Bügeln nicht immer erforderlich.

Mischungen aus Wolle und Nylon können wie Wolle behandelt werden, wenn der Wollanteil größer als der Nylonanteil ist. Mischungen aus Wolle und Kunstfasern wie Polyamide und Polyester müssen mit einem kalten Bügeleisen unter einem trockenen Tuch gebügelt werden oder man läßt sie unter einem feuchten Tuch trocknen.

Orlon, Acryl und Lurexgarne dürfen nicht gedämpft werden, sofern es auf dem Papierband der Wolle nicht anders angegeben ist.


Maschenarten

Glatte Maschenarten oder einfache Muster müssen leicht gebügelt werden. Relief – oder kraus gestrickte Maschen oder dicke Muster (Zopfmuster) dürfen im allgemeinen nicht gebügelt werden, weil sie dann ihre luftige Struktur verlieren.


Spannen

Bügeln von StrickteilenGutes Bügeln von Strickteilen erfordert eine Bügelfläche (Tisch oder Bügelbrett), die mit verschiedenen Lagen Schaumgummi, Filz oder gefalteten Decken bedeckt ist.  Darüber wird ein sauberes Baumwolltuch gelegt, das mit Stecknadeln oder Klebeband am Tisch oder Bügelbrett befestigt wird, so daß es nicht  verrutschen kann. Auf dieses Tuch werden die Teile der Strickarbeit mit der linken Seite nach oben gelegt. Danach wird jedes Teil mit Stecknadeln  regelmäßig und fest festgesteckt, wobei die Nadeln schräg ins Tuch gesteckt werden. Die Nähte, die anschließend zusammengenäht werden müssen,  dürfen ihre Form nicht verlieren.

Anschließend muß zuerst ausgemessen werden, ob die Strickarbeit die in der Vorlage angegebene Größe hat. Es lassen sich besser jetzt noch  Änderungen durchführen als hinterher, wenn die Arbeit zusammengenäht ist.


Feststecken von Bündchen

Im Rippenmuster gestrickte Börtchen müssen mit den Fingern etwas auseinandergezogen werden, so daß darüber ein glattes Stück entsteht, in das die Nadeln gesteckt werden. Bündchen sollten nicht gedämpft werden.


Naßbügeln

Machen Sie ein Leinen – oder Baumwolltuch mit warmem Wasser naß und wringen Sie es aus. Legen Sie das feuchte Leinen – oder Baumwolltuch über die Strickarbeit, jedoch nicht auf die Bündchen.

Halten Sie das Bügeleisen auf das Tuch, damit seine Wärme die Feuchtigkeit des Tuchs verdampft und der Dampf in die Strickarbeit dringt.

Üben Sie keinen Druck aus. Fahren Sie mit dem Bügeleisen leicht über die Strickarbeit, bis das Tuch wieder trocken ist. Bevor die Nadeln entfernt werden, muß die Strickarbeit erst abkühlen, damit sie ihre Form nicht verliert.


Trockenbügeln

Bei Garnen, die trocken gedämpft werden müssen, wird ein trockenes Tuch auf die Strickarbeit gelegt und das Bügeleisen ohne Druck leicht auf das Tuch gesetzt. Heben Sie das Bügeleisen immer wieder hoch, so daß das Tuch nur kurz berührt wird.


Dämpfen von Stricksachen

Wenn versehentlich ein Teil gebügelt wird, das nicht gebügelt werden darf, kann man es wieder in Form bringen, indem man es dämpft. Dies gilt allerdings nur für Teile aus 100 % Wolle oder aus mehr als 50 % Wolle.

Halten Sie ein heißes Bügeleisen auf ein nasses Tuch und üben Sie dabei Druck auf die Strickarbeit aus. Eine andere Möglichkeit ist, die Strickarbeit auf einen Wäschetrockner zu legen und einen Kessel mit kochendem Wasser darunter zu setzen.

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