Katze mit Wolle

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften

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Die verschiedenen Strickgarne haben je nach Art eine unterschiedliche Struktur und unterschiedliche Farben, es gibt viele verschiedene Arten

Hier werden unter anderem die verschiedenen Strickgarne besprochen. Garn lässt sich in drei Hauptarten einteilen. natürliche Fasern, synthetische Fasern und Garne, die aus beiden Fasern bestehen.

 

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften



Die verschiedenen Strickgarne

Unter natürlichen Fasern versteht man alle Garne, die aus

a. Tierfell wie Ziegenhaar, Schafwolle, Kaninchenpelz.

b. Pflanzen wie Baumwolle hergestellt sind. Auch von Seidenraupen gesponnene Seide zählt zu den natürlichen Fasern.

 

Die verschiedenen Strickgarne

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften

  1. Rohwolle.
  2. Gereinigte Wolle.
  3. Gekämmte Wolle.
  4. Kardierte Wolle.
  5. 1fädige Wolle.
  6. 2fädige Wolle.
  7. 3fädige Wolle.
  8. 4fädige Wolle.

 

Die verschiedenen Strickgarne, Wollgarne.

Die bekannteste aller natürlichen Fasern ist die Schafswolle. Sie ist elastisch, warm und gegen jedes Wetter widerstandsfähig, weil sie natürliche Fette enthält.

 

Es gibt zwei Hauptarten:

1. Australische Merinowolle. Sie wird aus der feinen Wolle der Merinoschafe hergestellt.

Die Wolle ist sehr weich und wird vorwiegend für elegante, klassische Kleidungsstücke verwendet.

 

2. Crossbred-Wolle. Eine weniger feine Wolle des englischen Crossbred-Schafes. Crossbred- Wolle ist nicht so teuer wie Merinowolle.

 

Wolle kann auf zwei Arten gesponnen werden. Als kardiertes Garn und als Kammgarn. Kammgarn wird nur aus den langen Fasern gemacht. Sie werden gereinigt und gekämmt so nebeneinander gelegt werden. Dass sie zu einem feinen, runden Garn gesponnen werden können.

 

Kardierte Wolle kommt als „Streichgarn“ am häufigsten vor. Sie wird aus den kürzeren, unregelmäßigeren Fasern gemacht. Die Wollbüschel werden mit zwei Brettchen mit Stahlfedern ,gebügelt‘ und gleichzeitig entfilzt.

Kardierte Wolle ist deswegen faserig und ungleichmäßig und ihr fehlt oft die Geschmeidigkeit des Kammgarns.

 


Die Dicke von Wolle

Die Rohfasern werden zu einem Faden versponnen. Und diese Fäden werden zu 2-, 3- oder 4fädigen Garnen gezwirnt. Dabei muss beachtet werden. Dass verschiedene 4fädige Garne nicht dieselbe Dicke haben müssen. Mit diesem Begriff wird nur ausgesagt, dass das Garn aus 4 Fäden gezwirnt ist.

 

Die populärste aller Wollsorten ist die sogenannte ,Sportwolle‘. Sie ist sehr dick und besteht aus 4 Fäden. Es gibt auch Garne, die fester gezwirnt sind und dadurch Verdickungen haben. Man nennt sie Crepe-Garne.

Crepe-Garne eignen sich ausgezeichnet für Sport- und Freizeitkleidung. Außerdem gibt es noch dicke Wollgarne, bei denen die Fäden nicht gezwirnt sind.

Die Fasern werden hier locker in Gruppen zusammengenommen. Wodurch ein Eindruck entsteht, als ob dieses Garn mit der Hand gesponnen wäre.

 

Die verschiedenen Strickgarne, Farbe

Die ursprüngliche Farbe der Schafwolle variiert von weiß bis cremefarben und von gelb bis gelb-braun. Braun und manchmal schwarz. Diese Wolle kann in viele nicht natürliche Farben eingefärbt werden.

Auf dem Papierband des Wollknäuels ist neben der Farbnummer auch die des Farbbands angegeben. Beim Kauf von Wolle muss man darauf achten, dass alle Knäuel aus demselben Farbband stammen.

 

Farbmischungen

Man kann auch Wolle kaufen, bei der mehrere Farben in einem Knäuel verarbeitet sind:

 

1. Ombre oder schattierte Farben.

Hierbei geht ein Farbton langsam in den nächsten über. Die Wolle wird in Strängen gesponnen. Anschließend wird immer nur ein Teil jedes Strangs ins Farbband getaucht.

Die ursprüngliche Farbe kann so beispielsweise ein Drittel des Strangs ausmachen. Eine andere Farbe das folgende Drittel und eine dritte Farbe den restlichen Teil. Werden die Stränge zu einem Knäuel gerollt, so erhält man einen Regenbogeneffekt.

 

2. Bedruckte Garne.

Hierbei werden mehr und kürzere Stücke als bei der Ombrewolle in den verschiedenen Farben gedruckt.

 

3. Gefleckte Farben.

Hierbei werden kleine Stückchen gefärbte Fäden, oft in Kombination von zwei oder mehr Farben, in der Hauptfarbe mitgesponnen.

 

4. Mouline.

Hierbei werden Fäden in zwei Farben verzwirnt, wodurch die Wolle wie gewebter Tweed wirkt.

 

5. Jaspegarne.

Hierbei werden vor dem Spinnen verschiedene Farben in den Fasern angebracht. Auf diese Weise entsteht nach dem Spinnen eine schöne Farbmischung.

 

Synthetische Garne und Kunststoffasern

Die meisten synthetischen Garne erhält man über chemische Prozesse. Eine kleine Gruppe von Garnen erhält man aus dem sogenannten Recyclingprozeß. Bei dem aus altem Material neues gemacht wird.

 

Im Laufe der Zeit wurde die Qualität des synthetischen Garns enorm verbessert.

Die bekanntesten Kunststoffasern sind Acryl und Polyester. Bei denen es sich um starke Garne handelt, die ein geringes Gewicht haben und leicht gewaschen werden können. Die Gruppe der synthetischen Garne kann man in drei Arten einteilen:

 

1. Polyamide

2. Polyester

3. Acrylate

 

Alle synthetischen Garne werden hergestellt, indem man Kunststoff durch winzige Öffnungen einer Scheibe presst. Diese dünnen Kunststoffäden werden anschließend gehärtet. Man nennt dies Filamentgarn.

 

Es entstehen lange Kunststoffäden. Die meistens in kleinere Stücke geschnitten werden und anschließend genauso gezwirnt werden wie Fasern aus reiner Wolle.

Die Dicke des synthetischen Garns hängt wie bei der Wolle von der Zahl der Fasern in einem Faden ab.

 

Kunststoffasern haben die Vorteile, dass sie billiger sind als Wolle. Und nicht so schnell verschleißen. Ein Nachteil ist, dass synthetische Garne schneller Schmutz und Staub anziehen als natürliche Fasern.

Demgegenüber lassen sich synthetische Fasern jedoch bequem waschen. Sie sind außerdem weniger dehnbar als Wolle.  Ein Vorteil der Wolle gegenüber Kunststoffasern ist, dass sie besser wärmt.

 

Synthetische Garne und Kunststoffasern

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften

  1. Synthetisches Garn, das gesponnen werden kann.
  2. Aufeinander gestapelte Kunststoffasern.
  3. 4-fädige Courtelle/Nylon.
  4. Sportgarn Courtelle/Nylon.
  5. Crepegarn.
  6. Aufgerauhtes Acryl/Polyester.
  7. Aufgerauhte Wolle/Acryl.
  8. Lurexgarn.

 

Färben von synthetischen Garnen

Bei der Herstellung von synthetischen Garnen hat jede Partie dieselben Bestandteile wie die vorherige. Außerdem haben chemisch hergestellte Garne eine rein weiße Farbe (natürliche Wollfasern haben niemals dieselbe Farbe). Deshalb kann man synthetische Fasern viel leichter färben.

 

Kunstfasern kann man auch vor dem Spinnen färben. Dadurch lassen sich große Mengen einheitlich färben, so dass es weniger Farbbadnummern als bei Wolle gibt.

 

Arten von synthetischem Garn

Aus der Gruppe der Polyamide ist Nylon am bekanntesten. Nylon ist weniger dehnbar und schwerer als Wolle, aber sehr viel stärker. Zur Gruppe der Polyester gehören Terylen und Dacron (Handelsnamen), die im Handel als Crimplen (Handelsname) bekannt sind und gelegentlich in Handstrickgarnen verarbeitet werden.

 

Die wichtigste Gruppe ist die der Acrylate, zu der Courtelle und Acrylan (Handelsnamen) gehören.

Dies sind leichte, volle Garne. Auch bei den synthetischen Garnen gibt es wie bei Wolle mehrfädige Garne, Crepegarne, Bouclegarne usw.

 

Mischfasern

Garne aus einer Kombination von synthetischen Fasern und Wolle besitzen die Weichheit und Wärme der Wolle. Und die Vorteile der synthetischen Fasern.

Mit diesen Garnen lässt sich gut arbeiten. Sie sind stark und leicht waschbar. Sie sind billiger als Wolle, können gebügelt werden und sind dehnbarer.

 

Lurexgarne sind besonders gute Beispiele für gemischte Fäden. Ein Metallfaden wird von dünnen Fäden natürlicher oder synthetischer Gewebe gestützt. Dieses prächtige Garn wird oft in eleganter Abendkleidung verarbeitet.

 

Mischungen können auch aus mehreren Bestandteilen bestehen. Ein Beispiel hierfür sind die modischen Mohairgarne, die aus einem Teil Wolle, einem Teil Mohair und einem Teil synthetischer Fasern hergestellt sind.

 

Die verschiedenen Strickgarne

Es gibt viele verschiedene Arten Strickgarne, die eine unterschiedliche Struktur und unterschiedliche Farben besitzen. Dies gilt sowohl für natürliche als auch für synthetische Garne. Die Unterschiede entstehen durch die Art, in der das Garn behandelt wird.

 

Die verschiedenen Strickgarne und ihre Eigenschaften

  1. Phantasiegarn
  2. Bedruckt
  3. Gemischt
  4. Gefleckt
  5. Tweed
  6. Gebürstet
  7. Shetland
  8. Mohair

 

Farbe:

Vor allem die Farbvariationen, die mit Hilfe verschiedener Farb- und Drucktechniken erzielt werden, sind besonders interessant.

 

Phantasiegarn

Im Phantasiegarn geht eine Farbe immer in die nächste über. Die andere Farbe kann eine Farbnuance der vorherigen Farbe sein, sie kann aber auch völlig anders sein. Phantasiegarne erhält man durch eine bestimmte Art des Färbens. Dabei wird immer ein Teil eines Strangs in ein Farbband mit einer anderen Farbe getaucht, wobei stets ein bereits gefärbtes Stück in der folgenden Farbe mit gefärbt wird. So entstehen weiche, allmählich ineinander übergehende Farben.

 

Bedruckte Garne

Mit Hilfe der Drucktechnik wird die Farbe auf die Garne gebracht wie die Druckerschwärze in die Zeitung. In einem Faden wechseln sich verschiedene Farben ab. Gemischte Garne

 

Viele Garne haben einen besonderen Farbeffekt, der dadurch erreicht wird, dass Garn in zwei oder mehr Farben gemischt wird. Die Farben werden auf die Fasern angebracht, die vor dem Spinnen gemischt werden. Die verschiedenen Farben werden dadurch über den gesamten Faden gleichmäßig verteilt.

 

Geflecktes Garn

Dieses Garn erhält man, wenn man zur Hauptfarbe während des Spinnens kleine Faserstücke in einer anderen Farbe dazu gibt.

 

Tweedgarn

Bei Tweedgarn werden zwei oder mehr Fäden in verschiedenen Farben zu einem Faden verzwirnt. Man erkennt dies deutlich, wenn man das Garn wieder teilt.

 

Struktur:

 

Gebürstete Garne

Einen flauschigen Effekt erzielt man, wenn man das Garn mit der Hand oder maschinell bürstet. Dies kann sowohl vor wie auch nach dem Stricken geschehen. Doch dazu eignen sich nur Garne, bei denen während des Spinnens kurze Fasern zugefügt worden sind. Nur die Enden dieser Fasern werden von der Bürste aus der glatten Oberfläche des Fadens herausgelöst. Der Faden selbst wird dadurch nicht beschädigt.

 

Shetlandgarne

Die Nachfrage nach handgesponnener Wolle ist wieder sehr groß. Eine der schönsten handgesponnenen Wollsorten kommt von den Shetland-Inseln. Die Schafe auf diesen Inseln haben eine feine und langhaarige Wolle.

 

Mohairgarne

Ein anderes Beispiel für handgesponnene Wolle ist Mohair. Obgleich Mohair auch maschinell angefertigt werden kann, wird handgesponnene Mohairwolle häufig vorgezogen. Mohairwolle wird aus den langen, glänzenden Haaren der Angoraziege hergestellt.