Katze mit Wolle

Entwerfen von Strickarbeiten macht Spaß und entspannt

Entwerfen von Strickarbeiten macht Spaß und entspannt

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Das eigene Entwerfen von Strickarbeiten macht Spaß und entspannt, und man erhält außerdem Einblick in sämtliche Bereiche der Strickkunst

Die ersten Schritte, bevor man mit dem Entwerfen von Strickarbeiten beginnt, müssen drei wichtige Entscheidungen getroffen werden:

 

Entwerfen von Strickarbeiten



Art des Kleidungsstücks

 

Wollart und die Farbe

 

Maschenart

 

Entwerfen von Strickarbeiten, Wahl des Kleidungsstücks

Beginnen Sie mit etwas Leichtem. Fertigen Sie zuerst eine kleine Skizze von dem an, was gemacht werden muss. Auf der Skizze kann angegeben werden, ob Ärmel gewünscht werden und welche Schlitze und Verschlüsse das Kleidungsstück haben muss.

 

Wahl der Wolle

Glanzwolle und Angora eignen sich ausgezeichnet für Abendkleidung. Glatte Wolle eignet sich für feinere Strickarbeiten, bei denen die Maschenart von Bedeutung ist oder die Aufmerksamkeit auf die Modellform gelenkt wird.

 

Baumwolle eignet sich besonders für Sommerkleidung.

 

Tweed und dicke Wolle eignen sich für Kleidungsstücke, die im Freien getragen werden und auch für saloppe Kleidung.

 

Sportwolle eignet sich für beinahe jede Kleidung, allerdings nicht besonders gut für elegante Kleidungsstücke oder feine, spitzen artige Maschen.

 

Weiche, flauschige Wolle wie Mohair nimmt man am besten für einfache Maschenarten oder Streifenmuster. Dies gilt auch für Bouclewolle, weil Mustermaschen wegen der Struktur dieser Wollsorten nicht auffallen.

 

Mit Aran und Öl bearbeitete Wolle wird für schwere Westen, Pullover und Jacken gewählt, die Regen und Wind standhalten müssen.

 

Die Wahl der Maschenart

Für den ersten Entwurf wählt man am besten eine einfache Maschenart wie glatt rechts oder kraus. Bei etwas mehr Erfahrung kann man sich auch an kompliziertere Maschenarten wagen.

 

Sobald man sich für eine Maschenart entschieden hat, muss man zuerst eine Maschenprobe von mindestens 20 x 20 cm stricken.

 

Entwerfen von Strickarbeiten

Maschenprobe

Die Maschenprobe muss man wegen des Maschenverhältnisses anfertigen. Einem Entwurf liegt nämlich das Wissen zugrunde, wie viel Maschen und Reihen 2,5 cm der Maschenprobe ausmachen, damit man berechnen kann, wie viele Maschen für die genaue Breite des Vorder- und Rückenteils und die Höhe der Armkugel erforderlich sind.

 


Bevor dieses Maschenverhältnis ausgemessen werden kann, muss die Maschenprobe erst gespannt und gedämpft werden. Sehen Sie hierzu die Seite Bügeln von Strickteilen, dämpfen und spannen.

 

Danach müssen in einem Abstand von jeweils 2,5 cm zueinander von links nach rechts und von oben nach unten Nadeln festgesteckt werden.

 

Wenn man notiert hat, wie viele Maschen und Reihen auf 2,5 cm kommen, müssen die Nadeln in einem Abstand von jeweils 10 cm zueinander festgesteckt werden. Nun muss kontrolliert werden, ob die Zahl der Maschen und Reihen, die auf 2,5 cm gehen, mit 4 multipliziert die Zahl ergibt, die man auf 10 cm auszählen kann.

 

Das ist notwendig, weil auf 2,5 cm 1/4 oder 1/2 Maschen nicht auffällt, auf 100 cm ergibt dies jedoch einen beachtlichen Unterschied.

 

Bestimmung der Wollmenge

Es ist nicht einfach, genau zu bestimmen, wieviel Wolle für einen Entwurf erforderlich ist.

 

Das einfachste ist, daß man nach einem vergleichbaren Modell sucht. Sobald eine Maßskizze des Entwurfs angefertigt ist (siehe hierzu die Seite Maßskizze) ist man in der Lage, die genaue Maschenzahl für das Rückenteil und einen Ärmel zu ermitteln.

 

Die Maschenzahl wird verdoppelt (Vorderteil und zweiter Ärmel). Jetzt muß überschlagen werden, wieviel Maschen beispielsweise für Kragen und Taschen erforderlich sind und dies alles muß dann addiert werden. Man bestimmt so genau wie möglich, wieviel Maschen gestrickt werden müssen.

 

Finden Sie heraus, wie viele Maschen mit einem ganzen oder einem halben Knäuel gestrickt werden können, und danach kann berechnet werden, wieviel Wolle ungefähr erforderlich ist.