Katze mit Wolle

Isländische Strickarbeit, die Muster bestehen aus einfachen Blockmotiven

Isländische Strickarbeit, die Muster bestehen aus einfachen Blockmotiven

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Die früheste Isländische Strickarbeit, war eher eine Art Gewebe, bei der die Maschen seitlich miteinander verbunden waren

Isländische Strickarbeit, im 9. Jahrhundert betraten zum ersten Mal norwegische Wikinger isländischen Boden. Sie gründeten dort nicht nur einen Freistaat, sie brachten unter anderem auch Schafe, und damit auch die Kenntnis über die Verwendung der Wolle und des Strickens mit.

 

Isländische Strickarbeit, die Muster bestehen aus einfachen Blockmotiven



Isländische Strickarbeit

Nun gelten Wikinger als alles andere als häuslich – sie waren vor allem wegen ihrer Eroberungszüge bekannt – und doch gehören sie zu den ersten, die Wollgewebe entworfen und angefertigt haben.

Ihre früheste Arbeit ähnelte sehr einer Strickarbeit, war jedoch eher eine Art Gewebe. Die Maschen waren seitlich miteinander verbunden und nicht an der Ober-und Unterkante, wie es bei einer heutigen Strickarbeit der Fall ist.

 

Isländische Strickarbeit, die Muster bestehen aus einfachen Blockmotiven

Skizze eines Künstlers von einer isländischen Strickerin, eingerahmt von einer Auswahl der populärsten Einstrickmuster in isländischen Strickarbeiten.

 

Die Wolle der Islandschafe ist fast einzigartig in ihrer Struktur.

Sie ist phantastisch weich, seidenartig und locker gesponnen und lässt sich zu wunderschönen, besonders warmen Kleidungsstücken verarbeiten. Die von den Wikingern nach Island eingeführten Schafe haben sich im Laufe der Zeit an das Klima angepasst.

 

 

Das äußere Fell ist lang, glatt und wirkt fast wie Seide; darunter liegt ein dichtes Fell, aus weichen, kurzen Haaren.

Die Fasern von beiden Fellen werden zu einem Garn gezwirnt. Dadurch entsteht die schöne isländische Wolle, die sich angenehm stricken lässt und sich besonders warm und bequem trägt.

Darüber hinaus bewirken die langen Haare des äußeren Fells noch eine andere charakteristische Eigenschaft der isländischen Wolle. Die Haare werden miteinander verbunden, ohne dass Spinnen erforderlich ist. Dadurch bleibt die natürliche Weichheit und Dicke erhalten, die normalerweise beim Spinnen und Zwirnen verloren geht.

Da die isländische Schafsrasse nie mit einer anderen Rasse gekreuzt wurde, sind die ursprünglichen Farben und Strukturen des Fells erhalten geblieben. Ungefärbte Islandwolle ist in vielen Nuancen erhältlich: vom hellsten Creme bis zu dunkelbraunen Farbtönen wie Rehbraun, Kaffeebraun und Rotbraun, von Rauch- und Tonfarben bis zu Schwarz mit Amber- und Ockerflecken. Aus den zuletzt genannten Farbtönen wird ein Phantasie garn hergestellt, das selbst
maschinell fast unnachahmlich ist.

 

Viele passende Strick Muster

Vor allem für die dicken isländischen Garne sind im Laufe der Jahrhunderte viele passende Muster entworfen worden. Ein großer Teil der Muster besteht aus einfachen Blockmotiven in verschiedenen Farbtönen. In der Passe sind häufig diamantförmige Figuren eingearbeitet, wie man sie auch in den Mustern der skandinavischen Länder findet. Die Passe ist meistens rund gearbeitet, so dass der Eindruck eines mit Juwelen besetzten Halsbandes entsteht.

Über den Bündchen wird manchmal ein schmaler Musterrand eingestrickt, indem sich die Muster der Passe wiederholen.

Das ,Läusemuster‘ , das in vielen skandinavischen Mustern zwischen den Bündchen und der Passe eingestrickt wird, findet man in den isländischen Mustern weniger.

Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte das Spinnen und Stricken zu den wichtigsten Einnahmequellen der Bewohner Islands. Häufig wurde die Wolle auch als Tauschobjekt benutzt und als Gegenwert für andere Waren angeboten.

Heutzutage gehört neben der Großfischerei die Schafzucht und die damit verbundene Weiterverarbeitungsindustrie zu den wichtigsten Erwerbszweigen der isländischen Bevölkerung. Die Wolle findet ebenso wie die aparte hand- und maschinengestrickte Kleidung weltweiten Absatz.

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