Katze mit Wolle

Verschiedene Materialien bei Wolle

Verschiedene Materialien bei Wolle

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Verschiedene Materialien bei Wolle unterscheidet man grundsätzlich nach natürlichen oder synthetischen Fasern. Es gibt sie in vielen Modefarben

Es gibt viele verschiedene Materialien bei Wolle in den unterschiedlichsten Modefarben. Man unterscheidet sie grundsätzlich nach natürlichen oder synthetischen Fasern. Zu den Garnen aus natürlichen Materialien gehören z.B. Wolle, Seide, Angorawolle, Baumwolle oder Alpakawolle. Synthetische Wolle ist pflegeleichter und kann bei Allergieen getragen werden. Aber auch Mischungen aus synthetischen und natürlichen Fasern sind üblich. Die Art des Strickstückes entscheidet, welche verschiedene Materialien bei Wolle man einsetzt.

 

Verschiedene Materialien bei Wolle



Verschiedene Materialien bei Wolle

Verschiedene Materialien bei WolleAlpakawolle

Alpakawolle gewinnt man aus den Haaren des Alpakaschafes, eines lamaähnlichen Huftieres. Die besonders weiche Wolle gibt es in verschiedenen Stärken, in sanften Naturtönen von Beige über Grau bis Dunkelbraun und in zarten Pastell – und kräftigen Modefarben. Letztere werden meistens als Knäuel verkauft, während naturfarbene Alpakawolle häufig als Strang angeboten wird. (Dann muß man das Garn erst in bewährter Weise über einer Stuhllehne oder mit einem Partner zum strickfähigen Knäuel wickeln.) Alpakawolle eignet sich gut für Norwegermuster und Flächenaufteilungen, aber auch für plastische Muster. Aus Alpakawolle kann man jedes Kleidungsstück stricken! Die Wolle läßt sich durch den weichen, glatten Faden besonders leicht verarbeiten.

 

Angorawolle

Angorawolle wird aus den Haaren des Angorakaninchens gewonnen. Da diese Tiere selten gezüchtet werden, ist die superweiche, langhaarige Wolle kostbar und teuer. Angorawolle ist zwar einfach zu verarbeiten, haart jedoch beim Stricken! Die flauschige Wolle wärmt sehr und ist deshalb für Mützen und Schals gut geeignet. Aufwendiger (und teurer), aber natürlich wunderschön, ist ein ganzer Pullover aus Angorawolle. Glatt rechts und locker verstrickt. kommt das Material am besten zur Geltung. Angorawolle kann man in kleinen Mengen als Effektfaden zwischen glatter Wolle einsetzen, zum Beispiel als Noppen oder Ringel in einer Rundpasse.

 

 

Baumwolle

Baumwolle wird aus den feinen Samenfasern des Baumwollstrauches gewonnen. Die einfachste und billigste Qualität ist Topflappen – Baumwolle, die man nicht nur für Topflappen, sondern auch für Sommerpullover verwenden kann. Heute gibt es dieses Garn in so vielen Farben, daß man sogar kunterbunte Norwegermuster damit stricken kann! Einfarbig verstrickt, sehen alle plastischen Muster, auch Lochmuster, sehr dekorativ aus. Topflappen – Baumwolle läßt sich leicht verarbeiten und in der Waschmaschine waschen. Baumwolle gibt es auch als hochwertigeres (und teureres) Cable-, Boucle- oder Noppengarn, das sich mit besseren Trageeigenschaften bezahlt macht. Diese Baumwollgarne mit unregelmäßiger Struktur kann man in vielen modischen Farben bekommen.

 


 Bouclegarn

Bouclegarn besteht aus einem glatten Faden, um den ein Schlingenfaden gedreht wird. Das Strukturgarn gibt es aus verschiedenen Rohfasern: Wolle, Baumwolle oder Kunstfasern, einfarbig oder auch mit farbigen Noppen. Das Material ist durch die Schlingen nicht einfach zu verarbeiten, dafür fallen kleine Unregelmäßigkeiten beim Stricken nicht auf. Das Maschenbild zeigt eine effektvolle, grobe Struktur, so daß man keine aufwendigen Muster stricken muß. Man kann dieses Garn auch streifenweise mit glatter Wolle kombinieren oder mit Mohairwolle, Lurexgarn und Angorawolle zu einem interessanten Pulli im Materialmix verarbeiten. Bouclegarn wird gern für Pullover und Jacken, aber auch für Kleider und Röcke genommen.

 

Cablegarn

Als Cablegarn bezeichnet man einen stark gedrehten Faden aus mehreren Zwirnen. Das strapazierfähige Material gibt es hauptsächlich aus Wolle oder Baumwolle. Da es sehr glatt ist, läßt es sich leicht verarbeiten. Plastische Muster und Lochmuster kommen damit besonders gut heraus. Stricksachen aus Cablegarn behalten auch nach der Wäsche ihre Form. Dieses Material bekommen Sie in einer großen Farbpalette. Es eignet sich neben Pullis und Jacken auch für Socken, Mützen und Handschuhe.

 

 

 

 

Chenille

Chenille ist ein samtiges Garn, das aus Wolle, Baumwolle oder Kunstfasern hergestellt wird. Ein Strickstück aus kurzhaarigem Chenillegarn bekommt eine samtige Oberfläche. Langhaariges Chenillegarn wirkt plüschartig, fast wie ein Pelz. Chenillegarn ist kompliziert zu verarbeiten und nicht sehr strapazierfähig. Am besten strickt man es glatt rechts. Für die Hin – und Rückreihen jeweils ein anderes Knäuel nehmen, da sich sonst das Strickstück leicht in eine Richtung verzieht. Anfänger sollten erst etwas üben, bevor sie sich an das reizvolle Material wagen. Es ist nicht billig!

 

 

 

 

Dochtwolle

Dochtwolle nennt man eine kaum gedrehte, wattig-weiche reine Wolle. Durch das voluminöse Maschenbild kommen plastische Muster gut zur Geltung. Dochtwolle läßt sich leicht und schnell mit dicken Nadeln verarbeiten. Man muß nur darauf achten, daß der empfindliche Faden beim Stricken nicht von der Nadel zerteilt wird. Dochtwolle ist preiswert. Man kann damit dicke, warme Pullover und Jacken für die ganze Familie stricken.

 

 

 

 

 

Kunstseidengarn

Kunstseide ist eine Chemiefaser auf Zellulosebasis. Das glatte, glänzende Material ist nicht einfach zu stricken, da es leicht rutscht, außerdem ist es nicht billig. Kunstseide hat eine festliche, edle Wirkung, die sich bereits bei kleinen Stücken entfaltet, einem Halstuch oder einem Schal zum Beispiel. Für einen ganzen Pullover aus Kunstseidengarn braucht man schon etwas Geduld. Effektvoll wirkt Kunstseidengarn auch als Mitlauffaden bei anderen, glatten oder flauschigen Garnen. Außerdem macht es sich gut als Strickkissen für die Wohnung.

 

 

 

 

Leinengarn

Leinen ist eine pflanzliche Faser, die in unregelmäßig versponnenen Fäden angeboten wird. Leinengarn ist durch den unterschiedlich dicken Faden nicht leicht zu verarbeiten. Dafür wirkt es, glatt rechts verstrickt, schon so interessant, daß man auf komplizierte Muster verzichten kann. Leinengarn sieht am schönsten aus, wenn man es locker und luftig zu lässigen Pullovern, Hemden und Tüchern verarbeitet. Das nicht ganz billige Sommergarn gibt es in vielen Natur-und Pastellfarben.

 

 

 

 

Lurexgarn

Lurexgarn besteht aus einem Synthetikfaden, der mit einem Metallfaden umsponnen ist. Das glitzernde Material eignet sich für Tücher und abendliche Pullover. Man kann es auch als Glanzeffekt in Streifen oder Noppen zwischen ein glattes Material stricken oder es zusammen mit einem anderen Faden verarbeiten. Lurexgarn rutscht beim Stricken schlecht über den Finger. Die Mühe zahlt sich aber durch das glänzende Ergebnis und die lange Haltbarkeit des Strickstückes aus. Neben gold-, silber- und kupferfarbenem Lurexgarn gibt es das Material auch in modischen Tönen und sogar melierten Farben.

 

 

Mohairwolle

Das langhaarige, flauschige Garn wird aus den Haaren der Mohair- oder Angoraziege gewonnen (nicht mit der Angorawolle von Angorakaninchen zu verwechseln). Mohairwolle sollte man locker mit dicken Nadeln verarbeiten, damit das Strickstück schön flauschig wird. Wenn nach längerem Tragen die Haare flach gedrückt sind, werden sie mit einer kräftigen Bürste wieder aufgerauht. Mohairwolle ist zwar teuer, dafür kommt man durch die luftige Strickart aber auch mit wenig Material aus. Mohairwolle gibt es in vielen Farben. Sie wird oft in Streifen oder Flächenaufteilungen verarbeitet und nur selten zu plastischen Mustern verstrickt.

 

 

Naturwolle

Naturwolle ist immer reine Wolle. Das natürlich wirkende Material aus leicht gedrehten Fäden gibt es in verschiedenen Naturtönen (wie Grau, Beige, Braun). Naturwolle wird als Strang (häufig auf Märkten zu sehen), aber auch als Knäuel angeboten. Die naturbelassene, wenig bearbeitete Wolle ist sehr preiswert und läßt sich leicht verarbeiten. Die typische Naturwolle kennt man von handgestrickten Pullovern mit plastischen irischen Mustern. Sie eignet sich für alle rustikalen und sportlichen Stricksachen.

 

 

 

Seidengarn

Reine Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Das fein gesponnene Garn ist ein sehr teures und anspruchsvolles Material, das sich durch einen leichten Glanz auszeichnet und angenehm auf der Haut zu tragen ist. Seidengarn verarbeitet man am besten zu plastischen Mustern, da das Garn allein keine Struktur hat; leicht ausleiert und die Form verliert. Es empfiehlt sich deshalb, das Modell eher etwas zu klein als zu groß zu stricken. Seidengarn gibt es in vielen aparten Farben, die das Besondere des Materials unterstreichen.

 

 

 

 

Shetlandwolle

Die Schafe der Shetlandinseln liefern die leicht rauh aussehende Shetlandwolle. Das rustikale Material ist nur wenig gedreht und meistens in melangierten Farben (mehrere, verschiedenfarbige Fasern zu einem Faden gedreht) erhältlich. Die Wolle ist von mittlerer Stärke und läßt sich problemlos verarbeiten. Besonders gut eignet sie sich für Stricksachen mit dekorativen Norwegermustern oder für klassische Pullover und Pullunder mit Rhombenmustern.

 

 

 

 

Sportwolle

Sportwolle besteht aus reiner Wolle. Der einzelne Faden ist stark gedreht und waschmaschinenfest ausgerüstet. Das Material läßt sich leicht verarbeiten (auch auf der Strickmaschine) und ergibt ein klares Maschenbild. Sportwolle kann man deshalb gut zum Stricken von plastischen Mustern verwenden. Neben den klassischen Farben Marineblau, Rot, Weiß, Grau und Braun gibt es eine große Palette modischer Töne. Sportwolle ist ein preiswertes Material für Kinder – und Sportpullover.

 

 

 

 

Tweedwolle

Tweedwolle hat einen unregelmäßigen, noppigen Effekt; der durch eingezwirnte, manchmal andersfarbige Knötchen entsteht. Oft ist dem Material etwas Mohairwolle beigefügt. Dadurch bekommt das Maschenbild ein flauschiges Aussehen. Tweedwolle braucht keine aufwendigen Muster, da es durch seinen körnigen, mehrfarbigen Charakter genügend Struktur mitbringt. Dieses Material ist nicht ganz einfach zu verarbeiten, dafür fallen Unregelmäßigkeiten beim Stricken nicht auf. Die Wolle eignet sich gut für rustikale Pullover. Die Farbpalette weist alle Naturtöne von Rost über Beige und Grau bis zu Oliv und Violett auf. Besondere Effekte kann man erzielen, wenn man neben Tweedwolle ein anderes Material als Streifen oder Fläche mitverarbeitet.

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