Gabelarbeit beim Häkeln

Die Gabelarbeit beim Häkeln, je nach Breite der Gabel lassen sich verschieden breite Bänder herstellen

Gabelarbeit beim Häkeln. Je nach Breite der Gabel lassen sich verschieden breite Bänder herstellen, die zusammengehäkelt beliebig große Arbeiten ergeben. Mit dünnem Baumwollgarn auf schmaler Gabelbreite gearbeitet, entstehen feine Bordüren.

Die Gabelarbeit beim Häkeln

Gabelarbeit beim Häkeln

Die man zu Einsätzen, Vorhängen und luftigen Schals verwenden kann. Mit wolligen Garnen auf breiten Gabeln gearbeitet, erhält man. breite Bänder, die man zu warmen Tüchern, Schals und Decken zusammensetzen kann.

 

Gabelarbeit beim Häkeln die Grundtechnik

Gabelarbeit beim Häkeln

Man hält die Gabel so, daß die Gabelspitzen nach oben zeigen. Es ist üblich, die Gabel mit der linken und die Häkelnadel mit der rechten Hand zu halten, der Faden läuft – wie immer beim Häkeln – über dem linken Zeigefinger durch die Hand.

Als erstes bildet man eine lockere Luftmasche; man verlängert sie zu einer Schlinge auf die halbe Breite der Gabel und hängt sie in den linken Stab der Gabel so ein, daß der Schlingenknoten in der Mitte liegt.

Dann den Faden von vorne um den rechten Stab der Gabel nach hinten legen. Mit der Häkelnadel durch die Schlinge stechen, den Faden greifen (Abb. 1) und durchziehen, einen Umschlag bilden und 1 Luftmasche häkeln (Abb. 2), * die Gabel von rechts nach links drehen, dabei die Häkelnadel über die Gabel hinweg wieder nach vorne heben, mit der Häkelnadel von unten nach oben in die linke Schlinge einstechen, den Faden holen, durchziehen (Abb. 3), dann mit 1 Umschlag den Faden durch die 2 auf der Häkelnadel liegenden Schlingen ziehen (Abb. 4) *, den Vorgang von * bis * fortlaufend wiederholen, dabei mit der Häkelnadel immer von unten nach oben in die zuletzt gearbeitete linke Schlinge einstechen.

Wichtig ist, daß die Gabel immer in der gleichen Richtung, also von rechts nach links gedreht wird. Es entsteht so auf der Gabel eine lange Schlingenreihe mit einer Mittelrippe aus festen Maschen. Wenn die Gabel voll ist, streift man alle Schlingen ab, schiebt anschließend aber wieder die letzten 5 Schlingen wieder auf die Gabel zurück. Das bisher gearbeitete Stück der Schlingen hängt dann unterhalb der Gabel herunter. Die Arbeit fortsetzen, bis die gewünschte Bandlänge erreicht ist.

 

 

Gabelarbeit beim Häkeln – Abwandlung der Grundtechnik

Gabelarbeit beim Häkeln

Eine breitere Mittelrippe entsteht, wenn man in der beschriebenen Arbeitsweise vorgeht, jedoch mit der Häkelnadel nicht in die letzte linke Schlinge einsticht, sondern unter der Schlinge durchsticht und die beiden Fäden der Schlinge mit 1 festen Masche umhäkelt wie beschrieben.

 

Gabelarbeit beim Häkeln – Abschluß mit festen Maschen

Gabelarbeit beim Häkeln

Ohne Abschluss könnten sich die Schlingenbänder lockern oder verwirren. Man kann auf einer oder auf beiden Seiten die Arbeit abschließen, je nachdem ob an den Streifen noch weitere Streifen angesetzt werden sollen oder ob ein einzelner fertiger Streifen eine Bordüre bilden soll.

Zunächst befestigt man den Häkelfaden an der ersten Schlinge, dann wird in jede Schlinge 1 feste Masche gearbeitet; dabei kann man so einstechen, dass die Schlingen glatt nebeneinander liegen (Abb. 6), oder so, dass die Schlingen verschränkt werden. Dabei können auch jeweils mehrere Schlingen mit 1 festen Masche zusammengefasst werden (Abb.7), dann müssen jedoch auch immer entsprechend viele Luftmaschen zwischen die festen Maschen gehäkelt werden.

 

Gabelarbeit beim Häkeln – Das Zusammenhäkeln der Schlingenfäden

Das Zusammenhäkeln der Schlingenfäden

Ohne neuen Faden

2 Schlingenbänder nebeneinander legen und von rechts nach links abwechselnd vom oberen und vom unteren Rand 1 Schlinge fassen und durch die auf der Häkelnadel liegende Schlinge ziehen. Die letzte Schlinge eines jeden Bandes leicht annähen, damit sich die Schlingen nicht wieder auflösen.

In der gleichen Arbeitsweise können auch mehrere Schlingen zusammengehäkelt werden. Man fasst mit der Häkelnadel mehrere Schlingen gleichzeitig und zieht sie durch die auf der Häkelnadel liegenden Schlingen. Es muss von beiden Bändern aber immer die gleiche Anzahl Schlingen gefasst werden!

 

Gabelarbeit beim Häkeln -Mit neuem Faden

Mit einem neuen, eventuell andersfarbigem Faden wird von rechts nach links gearbeitet: * 1 Schlinge des oberen Bandes und 1 Schlinge des unteren Bandes mit der Häkelnadel greifen, 1 Umschlag bilden und den Faden durch die beiden Gabelschlingen und die Masche auf der Nadel durchziehen, dann 1 Luftmasche bilden *, den Vorgang von * bis * fortlaufend wiederholen.

Zuerst nimmt man von dem neuen Faden 1 Luftmasche auf die Häkelnadel, * dann greift man 1 Schlinge des unteren Bandes und häkelt 1 Kettmasche, 1 Luftmasche bilden, danach 1 Schlinge des oberen Bandes greifen und 1 Kettmasche häkeln, 1 Luftmasche bilden *, den Vorgang von * bis * fortlaufend wiederholen.

 

Rundungen bilden

Gabelarbeit beim Häkeln

Die Schlingenstreifen können auch kreisförmig als Einzelmotive verwendet werden. Dazu werden alle Schlingen einer Seite mit einem Faden zusammengezogen (Abb. 12); dann verbindet man Anfang und Ende der Mittelrippe durch 1 Kettmasche oder 1 feste Masche miteinander (Abb. 13).

Einen Abschluß um die äußeren Schlingen kann man arbeiten, indem man in jede Schlinge 1 feste Masche und danach 2 oder mehr Luftmaschen zwischen die Schlingen häkelt.

 

Muster einer Bordüre in Gabelhäkelei

Muster einer Bordüre in Gabelhäkelei

Man arbeitet auf der Gabel in der beschriebenen Grundtechnik ein Band in der gewünschten Länge. Dieses Band schließt man folgendermaßen ab:

1. Seite: * 6 Schlingen mit 1 festen Masche verschränkt zusammenhäkeln, 6 Luftmaschen *. Vorgang von * bis * zum Ende der Schlingenreihe wiederholen; Reihe mit 1 festen Masche beenden.

2. Seite, 1. Reihe: * 6 Schlingen mit 1 festen Masche verschränkt zusammenhäkeln; ** 2 Luftmaschen, 1 feste Masche in 1 Schlinge **; Vorgang von ** bis ** 5 mal wiederholen, 2 Luftmaschen *. Vorgang von * bis * zum Ende der Schlingenreihe wiederholen; Reihe mit 1 festen Masche beenden.

2. Reihe: 1 Wendeluftmasche, 1 feste Masche, * 3 Luftmaschen, dann 5 mal: 1 feste Masche auf feste Masche der Vorreihe, 4 Luftmaschen; die festen Maschen auf der Gruppe von 6 Schlingen in der Vorreihe überspringen, 1 feste Masche *; Vorgang von * bis * bis zum Ende der Reihe wiederholen.

Die fertige Bordüre kann mit Steppstichen an Stoff-, Strick- oder Häkelrändern angenäht werden.

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