Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst mit kreativen Möglichkeiten, heute klöppelt man zumeist nicht mehr professionell

Klöppeln viele Leute haben die meditativen und kreativen Möglichkeiten des Klöppelns in der Freizeit für sich entdeckt

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

Klöppeln Material

Klöppelkissen

Wichtig ist ein fest gestopftes Klöppelkissen, damit man gut Nadeln stecken kann. Der Bezug sollte nicht färben oder fusseln.

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

Es gibt bei uns zwei Arten von Klöppelkissen: die im Erzgebirge beheimatete Rolle („Klöppelsack“) [1 und das Flachkissen [2].

Zur Rolle gehört ein Ständer bzw. ein Tischkästchen, damit die Rolle Halt hat. Ein höhenverstellbarer, drehbarer Ständer schont die Schultern und den Nacken.

 

Klöppel

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

Traditionell wird bei uns an der Rolle mit Hülsenklöppeln gearbeitet. Auf einem Flachkissen verwendet man einteilige Klöppel. Auf die Klöppel wird stets in gleicher Richtung das Klöppelgarn aufgewickelt.

 

Stecknadeln

Sehr viele, relativ feine Stecknadeln werden gebraucht in einer Dicke, die der Garnstärke angepasst ist (eine mittlere Stärke ist z.B. 3ox 0,6 mm). Es müssen keine Glaskopfstecknadeln sein. Einfache Nadeln mit Metallkopf verdecken die Spitze deutlich weniger.

An der Rolle benötigt man außerdem einige stärkere und längere Nadeln mit größeren Köpfen (Aufstecknadeln, Umsteck Nadeln), damit man die Klöppel am Kissen sortieren kann.

Stickschere zum Klöppeln 

Zum Abschneiden der Fäden ist eine feine Stickschere nötig.

Klöppelgarn

Das hier verwendete Garn ist in der Regel ein spezieller Leinenzwirn. Den gibt es in vielen unterschiedlichen Stärken und Farben im Fachhandel zu kaufen. Heute wird aber auch häufig Baumwolle, Seide, Draht,

Synthetik Garn und Metallgarn verwendet. Wichtig: Die Garnstärke muss immer zur Klöppelvorlage, dem Klöppelbrief, passen.

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

4a Feine Stecknadeln

4b Schere

4c Leinenzwirn

4d Häkelnadel

4e „Faule Susanne“

4f Pikiernadel

 

 

Häkelnadel

Die Häkelnadel muss ebenfalls der Garnstärke angepasst werden. Man verwendet sie, um am Ende einer Arbeit (oder auch zwischendurch) Fäden durch Ösen zu ziehen. Ist diese Häkelnadel aber zu dick, passt sie nicht durch die Öse hindurch. Ist sie zu dünn, spaltet sie den Faden und bringt ihn so zum Reißen.

„Lazy Susan“ oder „Faule Susanne“

Statt der Häkelnadel kann eine „Lazy Susan“ oder „Faule Susanne“ hilfreich sein. Dabei handelt es sich um eine gebogene Sticknadel, deren Spitze an einem Griff befestigt ist. In das Öhr der Nadel einen feinen Hilfsfaden einziehen. Man steckt die Nadel durch die Häkelstelle und zieht dann den Hilfsfaden zu einer Schlaufe (nicht ganz durchziehen!) zusammen. Durch diese Schlaufe steckt man den einzuhäkeln den Klöppel und holt mit dieser Nadel und dem Hilfsfaden den Klöppelfaden zurück. Dieses Hilfsmittel wird z. B. immer dann angewandt, wenn man in einen Flechter oder den Anfang eines Formschlages einhäkeln muss.

 

Pikiernadel (auch Vorstecher oder Prikker genannt)

Mit der Pikiernadel sollte man vor dem Aufstecken des Klöppelbriefes auf das Kissen die Nadelpunkte vor stechen. Die Stecknadeln bestimmen die Form der Spitze. Es ist während des Klöppelns manchmal schwierig, den Nadelpunkt genau zu sehen. Ist er vor gestochen, kann man ihn leichter mit der Nadelspitze fühlen und so exakter arbeiten.

Nadelheber

Hilfreich kann auch ein Nadelheber sein. Arbeitet man eine Spitze im Kreis, drückt man die Nadeln bis zum Kopf ins Kissen hinein, damit die Fäden nicht daran hängen bleiben. Wenn man am Ende alle Nadeln wieder herausziehen muss, schont der Nadelheber die Fingernägel.

Klöppelbrief

Man arbeitet immer auf einer Vorlage in Originalgröße, dem sogenannten Klöppelbrief. Dieser wird über Kissen bzw. Klöppelrolle gelegt und dort mit Stecknadeln an den Ecken fixiert. Der Brief gibt vor, in welche Richtung gearbeitet wird und wo die Nadeln hingesteckt werden müssen.

Klöppelbriefe aus Büchern oder Mappen kopiert man der besseren Handhabung halber häufig auf weißes Papier. Diese kopierte Vorlage sollte dann auf einen leichten Karton aufgeklebt und mit einer farbigen, durchsichtigen Folie überzogen werden. Der Karton stabilisiert so die Nadeln. Die Folie schützt das Garn vor dem Kopierer Toner. Ist die Folie farbig und möglichst auch matt, schont sie die Augen. Denn so kann man den Fadenverlauf viel leichter verfolgen, als wenn man mit weißem Garn auf weißem Papier arbeitet. Zusätzlich zu jedem Klöppelbrief braucht man eine Abbildung der fertigen Spitze, Informationen über Garnstärke und Klöppelzahl sowie weitere Hinweise zu speziellen Klöppeltechniken.

Klöppeln ist eine alte Handwerkskunst

Musterzeichnung für den Klöppelbrief

 

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