Selbst gebastelter Windschutz aus Baumwollstoff

Wenn es mit Kraft vom Himmel scheint, ein frischer Wind jedoch das Bad im Sonnenschein stört, ist ein Selbst gebastelter Windschutz gefragt

Ein selbst gebastelter Windschutz den man ohne große Umstände allerorts aufstellen kann.

Selbst gebastelter Windschutz

Selbst gebastelter Windschutz aus Baumwollstoff

Wer gern die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling und die letzten warmen Tage im Herbst nutzt, um sich zu sonnen, ist froh, wenn er ein windstilles Eckchen findet. Nicht jedes Grundstück ist so gelegen, nicht jeder Garten so bepflanzt, dass sich in ihm das ideale ruhige Refugium für sonnige Stunden findet.

Und wer seinen Platz an der Sonne im Stadtpark oder am Strand sucht, weiß ohnehin, dass die besten Fleckchen stets zuerst vergeben sind. Wem es nicht behagt, die Suche nach Erholung mit einer Hatz, um die schönsten Stellen am Strand zu beginnen, der ist mit unserem Windschutz gut beraten ein Leichtgewicht, dessen Mitnahme keine Last bedeutet.

 

Mit wenigen Handgriffen aufgestellt

Mit wenigen Handgriffen haben Sie ihn sicher aufgestellt, genau dort, wo er Ihren Ruheplatz am wirkungsvollsten vor frischer Brise und heranwehendem Sand schützt. Und wenn der Wind drehen sollte: Im Nu ist die schützende Stoffwand neu ausgerichtet. Wenn Sie auf die Stoffbahnen Taschen aufnähen, erfüllt der Wind- und Sichtschutz noch einen weiteren Zweck.

Hier können Sie all die kleinen Dinge unterbringen, die im Sand so leicht verschüttgehen. Als Stoff bietet sich Bezugdrell für Liegestühle an. Er sollte imprägniert sein, damit der Windschutz bei einem Platzregen schnell über Ihre Strandutensilien gedeckt werden kann. Eine preiswertere Alternative ist Baumwollstoff.

Selbst gebastelter Windschutz

Der Windschutz lässt sich für den Transport zusammenrollen.

Was Sie brauchen

Material

  • Stoff
  • Polsterzwirn
  • Rundstab, 28 mm

Werkzeug

  • Nähmaschine
  • Bügeleisen
  • Schleifpapier
  • Windschutz aus Bezugsdrell-Bahnen nähen

Selbst gebastelter Windschutz

1.Selbst gebastelter Windschutz. Jeweils zwei Stoffbahnen Webkante an Webkante aufeinanderlegen und mit zwei Nähten im Abstand von 1 cm mit Polsterzwirn zusammennähen.

Selbst gebastelter Windschutz

2.Selbst gebastelter Windschutz. Taschen für Strandutensilien zuschneiden, die Kanten ca. 1,5 cm umschlagen und mit einer Zick-Zack-Naht rundum versäubern, damit die Nähte nicht ausfransen.

Selbst gebastelter Windschutz

3.Selbst gebastelter Windschutz. Die fertigen Taschen auf den Liegestuhlstoff legen, anstecken und an drei Seiten mit einer Doppelnaht im Abstand von 1 cm mit Polsterzwirn auf den Stoff nähen.

Selbst gebastelter Windschutz

4.Selbst gebastelter Windschutz. Die Seiten der Doppelbahnen zuerst von einer Seite mit einer Naht versehen, dann von der anderen Seite eine zweite Naht im Abstand von 1 cm entlangsteppen.

Selbst gebastelter Windschutz

5.Selbst gebastelter Windschutz. Die umsäumten Nähte so aufeinanderlegen, dass die Naht des unteren Stoffstücks verdeckt ist. Mit Nadeln fixieren und mit einer Doppelnaht zusammennähen.

Selbst gebastelter Windschutz

6.Selbst gebastelter Windschutz. Sind die senkrechten Nähte fertig, wird der Windschutz oben und unten umsäumt. Doppelt umschlagen: erst 1 cm, dann 4cm weit. Mit Nadeln fixieren und absteppen.

Selbst gebastelter Windschutz

7.Selbst gebastelter Windschutz. Schneiden Sie aus Stoffresten schmale Streifen für eine Grifflasche und Bänder zum Sichern des zusammengerollten Windschutzes zu. Rundum einschlagen und säumen.

Selbst gebastelter Windschutz

8.Selbst gebastelter Windschutz. Damit beim Annähen von Grifflasche und Bändern genug Platz für die Pflocktaschen bleibt, schlagen Sie den Stoff 5 cm um und markieren die Falte mit dem Bügeleisen.

Selbst gebastelter Windschutz

9.Selbst gebastelter Windschutz. Im Abstand von 6 cm zum umgeschlagenen Rand steppen Sie Bänder und Griff mit im Quadrat geführten Nähten auf; die Bänder in der Mitte, der Griff an den Enden.

 

 

Pflocktaschen

Selbst gebastelter Windschutz

Selbst gebastelter Windschutz. Damit die Rundstäbe von 28 mm Durchmesser stramm in den Taschen sitzen, muss der Abstand zwischen den Nähten bzw. von Naht zu Rand 44 mm betragen.

Selbst gebastelter Windschutz

Selbst gebastelter Windschutz. Verwenden Sie vor allem für die Nähte der Taschen Synthetik garn. Es ist strapazierfähiger als ein Baumwollfaden und zieht sich bei Feuchtigkeit nicht zusammen.

Damit die Stoffbespannung des Windschutzes nicht an den Pflöcken herunterrutscht, müssen die Rundstäbe stramm in die Taschen passen. Die Breite der Taschen sollte deshalb von Naht zu Naht bzw. von der Naht bis zur Stoff-Falte dem halben Stab-Umfang entsprechen. Nicht bei jedem Stoff kann man sicher sein, dass er nicht mit der Zeit ein wenig ausleiert und sich dann auch die Taschen etwas weiten.

Damit die Bespannung wieder Halt bekommt, setzen Sie je zwei Kauschen 3 cm unterhalb der Stoffoberkante links und rechts jedes Pflockes. Bohren Sie durch das oben aus der Bespannung herausschauende Ende ein Loch und befestigen Sie den Stoff mit einer Schnur.

 

Windschutz aus Baumwollstoff

Wenn Sie sich statt für Bezugdrell für Baumwollstoff entscheiden, sparen Sie Geld. Schauen Sie sich nach Sonderangeboten um, das Muster braucht schließlich nicht der neuesten Mode zu entsprechen. Hauptsache, es zeigt freundliche Farben, die zum fröhlichen Treiben am Strand oder zu Ihren Gartenmöbeln passen.

Baumwollstoffe sind in Breiten zwischen 90 und 140 cm erhältlich. Wählen Sie die Breite Ihres Windschutzes so, dass Sie ganze Bahnen verarbeiten können. Ist der Stoff, den Sie sich ausgesucht haben, nicht sehr fest, sollten Sie ihn mit Doppelnähten und Zickzack-Stichen vernähen. Sie begegnen so der Gefahr, dass an einem locker gewebten Stoff die Nähte ausreißen, wenn der Wind einmal tüchtig ins „Baumwoll-Segel“ greift.

 

Imprägnieren

Den Stoff für den Windschutz können Sie selbst gegen Regen imprägnieren. Versuchen Sie ein Spray zu bekommen, das als Treibgas nicht Fluorkohlenwasserstoff enthält. Achten Sie darauf, dass Sie kein Spray einatmen. Die darin enthaltenen Stoffe sind der Gesundheit nicht gerade zuträglich. Sorgen Sie für ausreichende Lüftung, wenn Sie die Behandlung des Stoffes in Ihrer Wohnung vornehmen.

Selbst gebastelter Windschutz

An der aufgenähten Grifflasche lässt sich der Windschutz gut tragen.

 

Tipp Stoffe selbst gestalten

Mit Stoffmalfarben können Sie Ihren Windschutz ganz individuell gestalten. Sie sind dann nicht auf Muster beschränkt, die sich von Bahn zu Bahn wiederholen, sondern können die ganze Breite des Windschutzes als Leinwand nutzen. Entwerfen Sie eine hübsche Strandszene. Anregungen finden Sie etwa in Reiseprospekten.

 

Leichte Stoffe vernähen

Selbst gebastelter Windschutz

1.Legen Sie zwei Bahnen Rückseite an Rückseite aufeinander. Vernähen Sie sie an einer Seite 1,5 cm vorn Rand und egalisieren Sie den Überstand mit der Schere.

Selbst gebastelter Windschutz

2.Die aneinandergenähten Stoffbahnen ausbreiten, Überstand neben der Naht einschlagen und feststecken. Naht neben Naht steppen. So entsteht eine Doppelnaht.

Selbst gebastelter Windschutz

3.Um stabile Pflocktaschen zu nähen, müssen Sie zusätzlich zum Stoffumschlag vom halben Stabumfang noch 2 cm für die Doppelnaht an der Webkante berechnen.

Selbst gebastelter Windschutz

4.Um die Grifflasche und die Bänder haltbar zu befestigen, nähen Sie sie übereinander. Setzen Sie die Nähte im Quadrat auf die noch aufgeklappte Pflocktasche.

Tipp Windschutz abspannen

Wenn der Wind einmal in Böen auffrischt und kräftig ins „Segel“ greift, mag der Halt, den die in die Erde gesteckten Rundstäbe dem Windschutz geben, allein nicht ausreichen. Wenn Sie die Pflöcke etwa 5 cm vom oberen Ende mittig durchbohren, können Sie hier Perlonschnüre durchziehen, die Sie mit Camping-Heringen sicher verspannen. Dann hält Ihr Windschutz auch einer steifen Brise stand.

 

Rundstäbe

Selbst gebastelter Windschutz

Spitzen Sie die Enden der Holzpflöcke mit einem scharfen Messer oder einem Surformhobel an. Runden Sie die Spitzen mit Schleifpapier, damit sie nicht so leicht abbrechen.

Selbst gebastelter Windschutz

Die Rundstäbe können Sie passend zum Stoff farbig gestalten. Weil Lack mit der Zeit absplittert, empfiehlt es sich, stattdessen eine farbenfrohe Lasur aufzutragen.

Selbst gebastelter Windschutz

Die Rundstäbe sollten stramm in den Pflocktaschen sitzen. Wenn Sie die Hölzer drehen, lassen sie sich leichter einstecken. Die Spitzen sollten 20 cm weit herausschauen.

 

Zwar sind an leichten Baumwollstoffen die Nähte etwas aufwendiger auszuführen, doch hat dieses Material im Gegensatz zu Bezugdrell den Vorteil, dass Sie es problemlos selbst reinigen können. Ziehen Sie die Rundstäbe aus dem Windschutz und waschen Sie den Stoff in Feinwaschmittel-Lauge.

Anschließend spülen Sie das Waschmittel mit warmem Wasser unter der Dusche gründlich aus. Zum Trocknen brauchen Sie die Bespannung noch nicht einmal auf die Wäscheleine zu hängen. Stecken Sie die Pflöcke wieder ein und stellen Sie den Windschutz in Ihrem Garten auf. Schnell hat ihn dann die Sonne getrocknet, und Sie können ihn zusammengerollt verstauen.