Katze mit Wolle

Köperstrickmuster und Diagonalen

Köperstrickmuster und Diagonalen

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Köperstrickmuster und Diagonalen, mit Diagonalen bezeichnet man schräglaufende Linien in verschiedenen Farben oder verschiedenen Mustermaschen

Auch Köpermuster sind aus diagonalen Linien aufgebaut. Diagonalen laufen über die gesamte Breite der Arbeit (siehe Fig. 1), oder es werden in jeder Hälfte schräglaufende Linien gestrickt, die in der Mitte aufeinander treffen (siehe Fig. 2).

 

Köperstrickmuster und Diagonalen



Köperstrickmuster

Köpermuster entstehen aus kleinen diagonalen Linien, die immer abwechselnd in eine andere Richtung gestrickt werden, so daß mehrere Muster über die Gesamtbreite gestrickt werden (siehe Fig. 3).

 

Bei eigenen Entwürfen sollte man zunächst den Aufbau auf kariertem Papier darstellen.

 

Für eine Jacke, bei der die Diagonalen sich auf. dem Rückenteil in der Mitte treffen (Fig. 2), muß an beiden Seiten der Mittelmasche abgenommen und an beiden Seiten der Reihe zugenommen werden, damit die Maschenzahl unverändert bleibt. Müssen die Diagonalen in umgekehrter Richtung verlaufen, so daß nach oben eine Spitze gebildet wird (siehe Fig. 4), dann muß an beiden Seiten der Mittelmaschen zugenommen und an beiden Seiten der Reihe abgenommen werden.

 

Köpermuster können auf verschiedene Weise verwendet werden. So können sie direkt nebeneinander gearbeit werden oder mit einigen Zwischenmaschen oder umrahmt von anderen Mustermaschen. Um eine Strickarbeit mit gerader Seitenkante zu erhalten, müssen in einer Reihe die gleichen Abnahmen und Zunahmen gemacht werden.

 

Fig 1

 

 

 

 

 

 

 

Fig 2

 

 

 

 

 

 

 

Fig 3

 

 

 

 

 



 

Fig 4

 

 

 

 

 

 

 

Einfaches Köpermuster

Schlagen Sie eine Maschenzahl an, teilbar durch 12.

 

1. R.: 1 r., 1 M. zun., indem die Schlaufe vor der folg. M. aufgenommen und verdr. r. gestrickt wird, 3 r., 2 M. r. zus.str., 2 M. verdr. r. zus.str., 3 r., 1 M. zun, 1 r., ab * wdh.

 

2. R.: l. Diese 2 R. bis zur gewünschten Länge wdh. Besonders betont wird dieses Muster durch verschiedene Farben, oder in den 4 R. jede 4. R. statt l. r. gestr. wird. Werden die Zu – und Abnahmen durch mehrere Maschen getrennt, entsteht ein völlig anderes Muster. Schlagen Sie eine Maschenzahl an, teilbar durch 14. (+ 1 zusätzliche Masche)

 

1. R.: In der 1. M. 1 M. zun., indem Sie r. und verdr. r. str., 5 r., 1 M. abh., 2 M. r. zus.str., 1 M. überz., 5 r., aus der folg. M. 3 M. str., indem Sie r., l., r. str., ab * wdh. bis auf die letzten 14 M., 5 r., 1 M. abh., 2 M. r. zus.str., 1 M. überz., 5 r., in der letzten M. 1 M. zun., indem Sie r. und verdr. r. str.

 

2. R.: l.

 

3. R.: wie 2. R.

 

4. R.: r.

 

Diese 4 R. bis zur gewünschten Länge wdh.

 

Einfaches Köpermuster

 

 

 

 

 

 

 

Das oben beschriebene Muster ergibt ein Muster mit einer scharfen Spitze. Es gibt auch Köpermuster, bei denen die Spitzen nicht so kantig, sondern wellenartig sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist das ,Old Shale‘-Muster (siehe Shetlandajour).

 

 

Hier eine Variante, bei der die Zunahmen dichter beieinander liegen. Schlagen Sie eine Maschenzahl an, teilbar durch 11.

 

1. R.: * 2 M. r. zus.str., 2 M. r. zus.str., 1 Umschl., 1 r., 1 Umschl., 1 r., 1 Umschl., 1 r., 1 Umschl., 2 M. r. zus.str., 2 M. r. zus.str., ab * bis zum Ende der R. wdh.

 

2. R.: l.

 

3. R.: r.

 

4. R.: r.

 

Diese 4 R. bis zur gewünschten Länge wdh.

 

Köpermuster mit Zunahmegruppen und Abnahmegruppen

 

 

 

 

 

 

 

Durch Hinzufügen einer gleichen Anzahl Zu – und Abnahmen wird das Muster breiter. Die Maschenzahl, über der gearbeitet werden muß, muß dabei verdreifacht oder um das Mehrfache von 3 vergrößert werden.